login bildet die Zukunft in der Welt des Verkehrs

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist ein Erfolgsmodell. Das Mobilitätsbedürfnis wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, gleichzeitig wird die Digitalisierung die Welt des Verkehrs stark verändern und für die Kunden vieles vereinfachen. Kompetente Nachwuchskräfte sind gefragt, die Verantwortung für den Erfolg des öffentlichen Verkehrs übernehmen. login entwickelt junge Menschen zu Gestaltern und Entscheiderinnen in der Welt des Verkehrs und bildet die Zukunft in der Mobilitätsbranche von morgen.

846 junge Menschen haben sich entschieden, eine Karriere in der Welt des Verkehrs aufzugleisen und deshalb im Sommer 2018 neugierig ihre Lehre bei login gestartet. Auch 2018 hatte login eine Erfolgsquote von 98 Prozent und besetzte damit fast alle Lehrstellen. Dies ist einem für Lernende attraktiven Ausbildungsmodell mit Ausbildungsplatzwechsel und einem sehr guten Netzwerk zu Schulen, Berufsberatenden sowie Berufsinformationszentren zu verdanken. Auf die erfolgreiche Lehrstellenbesetzung spielen auch ein, dass login als Grossbetrieb ein schnelles und effizientes Verfahren zur Lernendengewinnung pflegt und auf zielgruppengerechtes und zeitgemässes Marketing setzt – und beispielsweise mit Influencern zusammenarbeitet, die die Zielgruppe Jugendliche erreichen. Tagtäglich sind bei login rund 2'200 Lernende unterwegs, um Neues dazuzulernen und Kunden und Kundinnen in der Welt des Verkehrs ein Erlebnis zu bieten und sie zu begeistern. Die Lehre bereitet die Lernenden auf das Qualifikationsverfahren und damit auf den erfolgreichen Lehrabschluss vor. login ist stolz, dass auch 2018 über 97 Prozent der Lernenden ihr Qualifikationsverfahren bestanden und zu Profis in der Verkehrswelt wurden.

login-Lernende sind digital fit und gestalten die Mobilitätswelt von morgen mit

Damit die Lernenden zu Mitgestalterinnen und Mitentscheidern in der Welt des Verkehrs werden, bietet login ein Arbeitsumfeld, das kontinuierlich digitaler wird. Dies macht sich bei den Lernenden während ihrer Lehre durch zahlreiche Neuerungen bemerkbar: Lernende vernetzen sich mit Berufsbildenden, anderen Lernenden oder Ausbildungs- und Kursleitenden auf der Zusammenarbeitsplattform «login-Portal». Teil des login-Portals ist die Ausbildungs- und Lernplattform «Time2Learn», auf der der gesamte Lernfortschritt dokumentiert ist und die Lernenden Zugriff auf Kursunterlagen und wichtige Informationen zu ihrer Lehre erhalten. Bei der Einführung des login-Portals stand login vor der Herausforderung, dass der Wissensstand der Berufsbildenden mit digitalen Arbeitsmitteln noch unterschiedlich ausfiel. login engagierte deshalb eine Gruppe von Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern, um diesen Prozess zu begleiten. Sie reisten von Lehrort zu Lehrort und führten die Berufsbildenden vor Ort in die Handhabe des login-Portals ein. Im Weiteren umfasst die Welt der Lernenden auch eine digitale Zeiterfassung. So entfällt für über 4'000 Personen das mühselige Nachführen von Excel-Listen. Zahlreiche Apps erleichtern den Lernenden und ihren Berufsbildenden zudem ihren Lern- und Arbeitsalltag. Beispielsweise können Spesenvergütungen und Arbeits-Checklisten neu bequem über eine App abgewickelt werden. Auch das Schulungsmaterial richtet sich an den digitalen Trends aus: Für einige der Berufe wurden 360°-Schulungsvideos erstellt, dank derer die Lernenden virtuell in ihre Berufswelt eintauchen und interaktiv Neues dazulernen können.

Für die jungen Menschen von heute ist es selbstverständlich und üblich, sich digital zu vernetzen und auszutauschen. Dieses Verhalten ins Berufsleben zu übertragen, motiviert sie. Damit stecken sie mitunter ihre Ausbildungsleitenden und Berufsbildenden in ihrem Umfeld an. Und sowieso: Was bereitet mehr Spass – das Lernen mit einem «Papierordner» oder der Kompetenzaufbau im Rahmen eines E-Learnings? Der physische Besuch eines Sprachkurses in einem Klassenzimmer mit Reiseweg oder ein Online-Sprachkurs, der bequem von überall und jederzeit absolviert werden kann? Dieses Beispiel zeigt auf, wie Berufsbildung einen Beitrag zur digitalen Transformation der login-Partnerunternehmen leisten kann. 

Noch vielfältigere Ausbildung: attraktiv für Lernende und Partnerfirmen

login legt Wert auf Ausbildungsmodelle, die die Fähigkeiten der Lernenden gezielt fördern und ihnen einen Gesamtblick auf die Welt des Verkehrs bieten. Dies fördert das Verständnis der Zusammenhänge und unterstützt die Lernenden dabei, aktiv zu Mitgestalterinnen und Mitgestaltern in der Mobilitätswelt von morgen zu werden. login kombiniert hierfür zwei Modelle: Einerseits gibt es sogenannte Junior Teams, in denen mehr als vier Lernende zusammen mit ihren Berufsbildenden wie in einem kleinen Unternehmen zusammenarbeiten. Andererseits bietet login reguläre Ausbildungsplätze mit ein bis drei Lernenden an. In diesem Modell wechseln die Lernenden während ihrer Lehre jedes Semester oder jährlich ihren Ausbildungsplatz, damit sie möglichst vielseitige Einblicke in das System und Aufgabengebiete in der Welt des Verkehrs gewinnen. Das bedeutet, dass eine Lernende beispielsweise zu Beginn ihrer Lehre während eines halben Jahres ihren Ausbildungsplatz in der Abteilung Personenverkehr der SBB hat. Nach Ablauf dieses halben Jahres wechselt sie zum Beispiel ins Personalwesen der SBB. So lernt die Lernende während ihrer dreijährigen Lehre sechs verschiedene Bereiche kennen, in denen sie ihr Wissen aufbauen kann und ihr Verständnis für die Gesamtzusammenhänge und verschiedenen Unternehmen in der Mobilitätswelt schärft. In den kleineren Teams von ein bis drei Lernenden übernehmen die Lernenden beispielsweise die Einsatzplanung, setzen Marketingaktivitäten um und verantworten eine tadellose Kundenkorrespondenz.

Gut 25 Prozent der 2'200 Lernenden, also rund 550, sind während ihrer Lehre in einem der Junior Teams mit mehr als vier Lernenden stationiert. Die übrigen Lernenden, die sich an einem regulären Ausbildungsplatz befinden, kommen dank der Halbjahreswechsel auch in den Genuss, mindestens einmal während ihrer Lehre in einem Junior Team mitzuwirken. So gewährleistet login, dass ein Grossteil der Lernenden Junior-Team-Luft schnuppern kann. Junior Teams werden in den Berufen Gleisbau, Technik und Informatik angeboten. In den Teams bauen die Lernenden ihr unternehmerisches Denken und Handeln sowie ihre hohe Kundenorientierung noch stärker aus. Die Teams sind wie Kleinunternehmen organisiert: Die Lernenden werden durch Berufsbildende gecoacht und lernen, Verantwortung zu übernehmen und wie ein Unternehmen funktioniert.

login traut den Lernenden viel zu – das motiviert die jungen Nachwuchskräfte, aktiv zum Erfolg ihres Teams beizutragen. Dank der Kombination zweier Modelle, den Junior Teams und dem Wechsel des Ausbildungsplatzes, erlangen die Lernenden nicht nur die beruflichen Grundkompetenzen, wie beispielsweise Maschinenbedienung oder Sicherheit am Arbeitsplatz, sondern legen zudem die Basis für lebenslanges Lernen.

login ging 2018 neue Wege und führte die Integrationsvorlehren für geflohene Menschen ein. 20 junge Menschen begannen 2018 ihre Integrationsvorlehre in den Berufen Gleisbau, Gebäudereinigung und Mechanik/ Automation. Von den 20 jungen Menschen, die ihre Integrationsvorlehre Ende Juli 2019 abschliessen werden, können fast alle in eine reguläre Lehre mit login-Kollegen und -Kolleginnen übertreten. Neu ist ein Einblick in die Berufswelt nicht mehr von einer Bewerbung abhängig. Seit Sommer 2018 können Interessierte ein Kurzpraktikum absolvieren, ohne sich bewerben zu müssen. Sie können so unverbindlich Berufsluft schnuppern. Rund 50 Lernende absolvierten ein Sprach-Stage in einer anderen Region oder sogar im Ausland. Während des Stages verbesserten sie ihre Sprachkompetenz im Kundenkontakt, in dem sie einen Teil ihrer Lehre in einem anderen Sprachgebiet durchliefen.

Ausblick auf die Welt der Mobilität von morgen

Durch den technologischen Wandel und die Digitalisierung wird sich die Welt der Mobilität in den nächsten Jahren weiter stark verändern – Berufe werden sich wandeln und neue werden entstehen. 2018 hat login in enger Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen junge Menschen auf ihrem Weg zu Weichenstellerinnen und Weichenstellern in der Mobilitätswelt von morgen entwickelt. In der Leitstelle einer Partnerfirma werden sie dafür sorgen, dass Reisende auch bei einer Störung wohlbehalten an ihrem Ziel ankommen. Bei der Bedienung und Wartung von Maschinen sehen sie zu, dass Sicherheit und Funktionstüchtigkeit gewährleistet sind. Und im Kontakt mit den Reisenden und ihrer hohen Kundenorientierung sorgen sie dafür, dass noch viele Menschen mehr von ihrer Begeisterung angesteckt werden und zu Fans des Schweizer Mobilitätsmodells werden. Als Projektleiterin oder Projektleiter in der ICT machen sie sich Gedanken über Lösungen für Probleme, derer sich «Normalsterbliche» womöglich noch gar nicht bewusst sind. Die Lernenden von heute bewegen die Mobilitätswelt von morgen. Wir freuen uns darauf.

Michael Schweizer

Geschäftsführer

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Interview mit Michael Schweizer